Die DIN 58124 – mehr als Sicherheit.

Scout Schulranzen halten vielen Belastungen stand.

Im Originaltext der Deutschen Norm heißt es zur DIN 58124: „Schulranzen müssen den zu erwartenden Belastungen bei bestimmungsgemäßem Gebrauch standhalten.“ Dafür werden die Modelle nach verschiedenen Methoden geprüft. Hier gibt's einen Überblick über die wichtigsten Anforderungen der „Schulranzen-Norm“.

Bequeme Tragegurte und Rückenpolster.

Schultergurte müssen gepolstert und im Auflagebereich mindestens 3 cm breit sein. Sie müssen mindestens 50 cm lang sein und sich einhändig, gleichmäßig und stufenlos verstellen lassen. Auch die Rückseite des Schulranzens muss an den Auflagestellen abgepolstert sein, sodass Druckstellen vermieden werden.

Belastbare Deckel und Verschlüsse.

Der Deckel des Schulranzens muss den zu erwarteten Belastungen und dem häufigen Öffnen und Schließen standhalten. Dafür wird er im Test 4.000-mal geöffnet und geschlossen. Wenn der Deckel vollständig geöffnet ist, muss er in dieser Position bleiben. Verstell- und Verschlussteile müssen gratfrei, Teile aus Metall vor Korrosion geschützt sein.  

Schutz vor Regenwasser.

Um zu testen, wie wasserfest der Schulranzen ist, wird er mit Baumwolltüchern befüllt und in eine Beregnungseinrichtung eingespannt. Während er sich auf einer Platte im Kreis dreht, wird der Ranzen mindestens 10 Minuten lang mit 1l Wasser pro m2 und Minute beregnet, danach von Hand abgeschüttelt und um je 45° nach allen Seiten gekippt. Schließlich werden die Tücher entnommen und gewogen.

Auch wasserfest von unten.

Um zu prüfen, ob Wasser von unten in den Ranzen eindringt, wird er für 10 Minuten in einen Behälter mit 10 mm Wasserstand gestellt. Nach den beiden Wasserprüfungen wird der Ranzen noch 14 Tage gelagert, um festzustellen, ob alle Anforderungen eingehalten sind. 

Belastbarkeit des Ranzens.

Nach der Wasserprüfung wird der Innenraum des Ranzens gleichmäßig gefüllt. In einer Vorrichtung wird er 100-mal um 10 cm angehoben und fallen gelassen; danach noch 10-mal aus 1 Meter Höhe. Erst dann bekommt er das Prädikat „DIN-geprüft“.

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