Kleine Rückenschule.

 

Ranzen packen.

Grundsätzlich sollte nur eingepackt werden, was an dem Tag wirklich gebraucht wird. Schulbücher, die nicht benötigt werden, eventuell in der Schule lassen. Schwere Bücher in das Fach packen, das dem Rücken am nächsten ist, so wird das Gewicht des Ranzens nah am Körper getragen und das entlastet den Rücken.

Tragegurte einstellen. 

Die Oberkante des Ranzens sollte sich annähernd in Schulterhöhe befinden. Dafür die entsprechende Einstellung am Tragegurtsystem vornehmen. (Orientierungshilfe: S für Kinder bis ca. 110 cm, M bis 123 cm Körpergröße, L bis 136 cm und XL ab 150 cm.)

So bitte nicht!

Zu straff gezogene Gurte belasten die untere Wirbelsäule (Abb. 2). Zu lange Gurte verursachen eine Hohlkreuz-Haltung (Abb. 3). Der Griff in der Mitte dient zum kurzfristigen Transport und zum Aufhängen des Schulranzens – denn längeres Tragen in der Hand würde die kindliche Wirbelsäule einseitig belasten (Abb. 4).

Wie sollte das Rückenprofil eines Ranzens aussehen?

Kinder sind bei der Einschulung unterschiedlich groß und gebaut und entwickeln sich individuell. Viele Eltern fragen sich: Passt da jeder Ranzen? Human Solutions in Kaiserslautern, Weltmarktführer für Bodyscanning, Ergonomie-Simulation und Körpermessdaten, hat im Jahr 2010 die Rückenkonturen von Kindern im Alter von 6–10 Jahren vermessen.

Die Rückenanalyse.

Sowohl bei Mädchen als auch bei Jungen ist eine hohe Variabilität der Körperhaltung und Rückenkonturen zu beobachten. Typische Auffälligkeiten sind extremes Hohlkreuz, starke Neigung des Oberkörpers nach vorne oder hinten, herausgestreckter Bauch oder herausgestrecktes Gesäß. Bereits bei den einzuschulenden Kindern gibt es in der Rumpflänge Unterschiede bis zu 9 cm.

Abbildung von Verformungen der Wirbelsäule: Kyphose, Lordose Hypokyphose

Stark ausgeformte Rückenprofile nicht sinnvoll.

Weil Kinderrücken so unterschiedlich sind, rät Human Solutions von Schulranzen mit extrem ausgeformten Rückenprofilen ab. Um einen hohen und „zeitlosen“ Tragekomfort zu gewährleisten, ist die Rückenpolsterung aller Scout Ranzen-Modelle nur leicht konturiert und mit Belüftungsrillen versehen. So kann sie sich unabhängig von Alter und Anatomie optimal an den Rücken des Trägers anpassen.

Die Rückenpolsterung aller Scout Ranzen-Modelle: leicht konturiert und mit Belüftungsrillen

Wie schwer darf der Schulranzen sein?

Lange Zeit hat man 10 % des Körpergewichtes als Höchstgewicht für den gefüllten Ranzen angeraten. Dieser Orientierungswert ist wissenschaftlich allerdings nicht belegt. Er geht auf eine uralte Empfehlung für das Marschgepäck eines Rekruten auf eine Wegstrecke von 20 Kilometern zurück. Die Universität des Saarlandes hat sich bereits 2008 intensiv mit dem Thema beschäftigt. Sowohl die im selben Jahr entstandene „Kid-Check-Studie“ als auch die „Schulranzenstudie 2009“ kamen zu dem Ergebnis, dass der Ranzen ruhig schwerer als 10 % des Körpergewichtes sein darf.

Was darf der gepackte Ranzen wiegen?

Einen allgemeingültigen Orientierungswert gibt es nicht. Wenn der Schulranzen gepackt 17–20 % des Körpergewichtes wiegt, ist das für eine gesunde kindliche Wirbelsäule unbedenklich, so die Forscher. Der Ranzen, der nur kurzzeitig oder gelegentlich und rückengerecht getragen wird, kann ruhig auch mal etwas schwerer sein. Das individuelle Höchstgewicht wird dabei maßgeblich von der körperlichen Fitness des Kindes bestimmt.

Das Gewicht gleichmäßig verteilen.

Alle Scout Ranzen haben ein sehr geringes Eigengewicht. Mit den Schnallen der Tragegurte kann der Schulranzen perfekt eingestellt werden, um das Gewicht gleichmäßig auf dem Rücken zu verteilen. Alle Modelle verfügen über ein höhenverstellbares Tragegurtsystem mit integriertem Hüftgurt, mit dem das Ranzengewicht auf das Becken verlagert werden kann.

© 2018 Die Steinmann Gruppe. Alle Rechte vorbehalten.