Mit Dino und Tragekomfort

 

 

Drei Minuten vor neun. Vor dem Eingang zur Messehalle drängeln sich Vorschulkinder und ihre Eltern. Drinnen warten zig Schulranzen und Schulrucksäcke, nach Marken sortiert und in Reih und Glied aufgestellt. Minuten später laufen die ersten Kinder mit Ranzen auf dem Rücken Probe, der Fachhändler ist auf die Knie gegangen. Auf Augenhöhe mit den kleinen Kunden erklärt er geduldig die Details und hilft kompetent beim Einstellen der Tragegurte. Die meisten Eltern halten derweil schon ein zweites Modell zum Anprobieren in den Händen. Trotz der fast unüberschaubaren Angebotsfülle steuern viele der Familiengrüppchen sehr zielstrebig durch die Räume. Fast alle haben sich bereits im Internet vorab informiert und wollen hier ihren Wunschkandidaten noch genauer unter die Lupe nehmen. 

 

 

„Vor allem die Mütter informieren sich im Internet und tauschen sich in Foren aus“, erklärt der Veranstalter, ein Fachhändler aus dem Raum Stuttgart: „Jeder Kunde hat deshalb eine gute Vorstellung davon, was er sucht, und fragt hier gezielt nach.“ Gleichzeitig will jeder Kunde auch alles andere sehen – daher gewinnen Schulranzenmessen von Jahr zu Jahr an Bedeutung. „Für uns als Händler ist der Vorteil, dass wir hier auf breiter Fläche viel zeigen können“, sagt er und wendet sich dem nächsten kleinen Kunden zu.

 

Der Fünfjährige hat sich für ein Dinomotiv entschieden, die Eltern haben andere Kriterien. Ihre erste Frage lautet immer, ob der Ranzen passt. Entsprechend viel Zeit verbringen die Verkäufer gebückt, gebeugt oder kniend … und widmen sich Trageriemen, Beckengurten und Höhenverstellungen. Das gleiche Bild in Griesheim bei Darmstadt: Auch hier ist die angemietete historische Wagenhalle nach einer viertel Stunde bereits gut gefüllt. Und wenn der Ranzen dann passt, folgt fast immer die gleiche zweite Frage der Eltern: „Welchen würden Sie noch empfehlen?“

Gute und sehr gute Modelle gibt es viele, doch ein Trend ist deutlich zu erkennen: der Verkauf von Modellen mit höhenverstellbarem Rückensystem, Beckengurt und festerem Korpus steigt. Entsprechend kritisch diskutieren die Verfechter beider Lager Vor- und Nachteile: Wieviel Stabilität muss sein? Wieviel Flexibilität soll sein? Was passt rein? Wie sicher ist welches Modell? Die Ranzenmesse ist der ideale Ort, um alle Argumente gleich am Produkt zu überprüfen – den Fachhändler als Berater immer in Reichweite. Denn welches Modell für wen das bessere ist, hängt von vielen Faktoren ab: Wie weit ist der Schulweg? Was muss regelmäßig transportiert werden? Und natürlich auch: Wie groß oder klein ist das Kind?

 

Der erste Schulranzen ist eine wichtige Investition – schließlich soll der Start ins Schülerleben perfekt beginnen. Aus diesem Grund werden nicht nur die Ausstellungsstücke begutachtet, sondern auch die Kataloge intensiv geblättert. Stichwort: Limitierte Edition. Manche Modelle sind heiß begehrt, aber nur begrenzt erhältlich und werden deshalb rechtzeitig vorbestellt. Nach eingehender Beratung an vergleichbaren Modellen wird so sichergestellt, dass der besondere Ranzen für den besonderen Tag tatsächlich da ist. In der Theorie klingt das einfach, in der Praxis aber reden die Kinder dann doch plötzlich viel mehr Wörtchen mit als geplant: Von einem Augenblick zum anderen wechseln sie das Lieblingsmotiv oder die doch schönere Farbe.

 

Nach vier Stunden ebbt der große Ansturm langsam ab – der Veranstalter und seine Mitarbeiter schalten einen Gang zurück. Sie alle haben im Kinderlärm unzählige Ranzen auf die richtige Höhe eingestellt und alle Fragen zu Ergonomie, Sicherheit, Design und Funktionalität beantwortet, Bestellungen aufgenommen und viele Ranzen an stolze Besitzer übergeben. Sich einen Tag ausschließlich mit Ranzen zu beschäftigen, das ist anstrengend für Fachhändler, Eltern und Kinder. Aber so kommt jedes Kind zum passenden Ranzen – und das ist Grund genug, im nächsten Jahr wieder zur Ranzenmesse einzuladen.

 

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