Taschengeld: Wie viel ist für Kinder angemessen?
„Warum bekommt Lotta mehr Taschengeld als ich?“ – solche Vergleiche kennen viele Kinder. Wichtig ist: Taschengeld ist keine Frage von Gerechtigkeit, sondern von Familie. Jede Familie entscheidet je nach Situation, Möglichkeiten und Werten selbst.
Einen gesetzlichen Anspruch auf Taschengeld gibt es nicht. Viele Eltern geben es dennoch bewusst, um Kindern den verantwortungsvollen Umgang mit Geld beizubringen. Pädagogisch sinnvoll ist Taschengeld spätestens ab der Einschulung – zum Rechnen, Planen und für erste eigene Entscheidungen. Das Taschengeld gehört dem Kind. Wofür es ausgegeben wird, entscheiden die Kinder selbst. Grundbedürfnisse wie Essen, Kleidung oder Schulmaterial bleiben weiterhin Aufgabe der Eltern und sollten nicht vom Taschengeld bezahlt werden.
Ob bar oder digital verwaltet: Entscheidend ist, dass Eltern im Gespräch bleiben. Taschengeld ist ein Lernfeld – und dazu gehören auch Fehler. Genau hier sammeln Kinder wichtige Erfahrungen fürs spätere Leben.